DANIEL AUNER — VIOLINIST Vollständige Biografie Daniel Auner ist als Violinist seit seiner Jugend international tätig und in der reichen Musiktradition seiner Heimatstadt Wien verwurzelt. Der „Meistergeiger“ (Die Presse), Gewinner des KlassikPreis Österreich und des Eugène-Ysaÿe-Wettbewerbs, ist bei renommierten Orchestern und Festivals weltweit zu Gast, oft als Primarius seines Streichquartetts. Musikalische Neugier und Quellenarbeit prägen seine Tätigkeit weit über das rein Violinistische hinaus. Die Gesamteinspielung von Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo entstand aus einem eingehenden Studium der barocken Rhetorik und Affektenlehre, das Auner gemeinsam mit der Musikwissenschaftlerin Dr. Dagmar Glüxam betrieb. Die Produktion wurde mit Unterstützung der Universität Mozarteum Salzburg verwirklicht und Anfang 2022 bei ARS veröffentlicht. Dieser quellenkritische Zugang prägt auch sein Engagement für vergessene und für neue Musik. Auner hat mehrere Violinkonzerte zur Uraufführung gebracht, darunter Werke von Kurt Schwertsik und Ruben Zahra, und widmet sich derzeit dem Violinkonzert seiner Urgroßtante Mary Dickenson-Auner aus dem Jahr 1942, das er aus der Handschrift entziffert und für die Aufführung vorbereitet. Er konzertierte mit Orchestern wie dem Malta Philharmonic Orchestra, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, der Orquestra Sinfónica Portuguesa, dem Bournemouth Symphony Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Saint Paul Chamber Orchestra, der Orquestra Sinfônica Brasileira, den Bergischen Symphonikern und der Deutschen Kammerakademie Neuss — mit Dirigentinnen und Dirigenten wie Andrés Orozco-Estrada, Marta Gardolinska, Josep Caballé-Domenech, Theodor Guschlbauer, Lee Mills, Ben Palmer, Peter Kuhn und Peter Guth. Seine Konzerte führen ihn an Häuser wie das Wiener Konzerthaus, den Wiener Musikverein, das Konzerthaus Berlin, die Suntory Hall Tokio, das Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon und den Palais des Beaux-Arts in Brüssel. Im Wiener Musikverein und im Wiener Konzerthaus tritt Daniel Auner regelmäßig auf — als Solist, als Dirigent des Mödlinger Symphonischen Orchesters und mit dem Auner Quartett. Die deutsche Erstaufführung von Kurt Schwertsiks zweitem Violinkonzert spielte er am 5. August 2021 beim Festival Young Euro Classic im Konzerthaus Berlin, mit dem Wiener Jeunesse Orchester unter Herbert Böck. Weitere Verbindungen bestehen zu den Bergischen Symphonikern und zur Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein. Auner studierte bei Christian Altenburger, Igor Ozim und Boris Kushnir; er ist Absolvent der Universität Mozarteum Salzburg, der mdw — Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der Kunstuniversität Graz. Die Dirigierausbildung absolvierte er über vier Jahre bei Conrad Artmüller, Kapellmeister an der Volksoper, mit besonderem Augenmerk auf dem Opernrepertoire Mozarts; hinzu kam Gruppenunterricht bei Joji Yuasa in Wien. 2013 gründete Daniel Auner in Wien das Auner Quartett, Gewinner des ersten Preises beim Eugène-Ysaÿe-Wettbewerb. Mit dem Quartett und dem Wiener Mozart-Trio tritt er regelmäßig in europäischen Konzerthäusern auf. Als Kammermusiker spielt er außerdem in freien Besetzungen mit Partnern wie Emmanuel Tjeknavorian, Julia Hagen, Patrick Demenga, Jan Vogler, Dennis Russell Davies, Cristian Budu, Ingrid Fujiko Hemming, Pavel Gililov, Robin Green und Hannfried Lucke. Seine dreizehn veröffentlichten Einspielungen erschienen bei ARS Produktion, Gramola Wien, Capriccio, Coviello und Preiser Records. Die CD Dialog mit Mozart (Gramola) wurde vom Strad Magazine zur CD des Monats gewählt; eine weitere Aufnahme erhielt die Auszeichnung CD des Jahres 2022 von Radio Ö1. Rundfunk- und Fernsehproduktionen umfassen die Eröffnung des Festival de Radio France in Montpellier, die Produktion Caprice Viennois auf Einladung des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig sowie Konzertaufzeichnungen für ORF, Radio Klassik, Radio France Musique, Radio Clásica de RNE und TV Globo Brasilien. Seit 2018 unterrichtet Daniel Auner als Professor für Violine und Kammermusik in Wien. An der JAM Music Lab Privatuniversität leitet er die Streicherabteilung und ist Professor für Violine und Kammermusik an der Friedrich-Gulda-School; ab dem Wintersemester 2026 leitet er dort den Studiengang Contemporary Music. Seit 2020 gehört er dem Vorstand der Internationalen Fritz-Kreisler-Gesellschaft an, die alle vier Jahre den Fritz-Kreisler-Wettbewerb ausrichtet. Seit 2024 unterrichtet er als Professor für Violine an der Sommerakademie der Universität Mozarteum Salzburg. Über viele Jahre war Daniel Auner Kulturbotschafter Österreichs im Programm New Austrian Sound of Music des Außenministeriums. Seine Auftritte führten ihn unter anderem nach Brasilien, Brunei, Indonesien, Malaysia, Mexiko, Belize, Tunesien, Iran, Kuwait und Südafrika. Daniel Auner spielt eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini, Mailand 1752, aus der Sammlung wertvoller Streichinstrumente der Oesterreichischen Nationalbank. Seit über fünfzehn Jahren entwickelt er gemeinsam mit Thomastik-Infeld Saiten und tritt als Botschafter der Wiener Saitenmanufaktur auf. Biografie als Dirigent